ich hab mal ausgeholt:
so....
grundsätzlich: es gibt drei verschiedene Meinungen zum Scotty:
a) das ist totaler Mist!(denke da Burni und die doppelXX...)
b) total geil (denke an etliche kollegen, Bekannte, Verwandete
von der CBX 1000 über Hornet 900 bis Bandit 1200 und Vmax(kleiner
Scherz..reingefallen)
c) gutes System, aber nur an nicht so leistungsstarken Maschinen
(sagt zb mein Händler und ich denke auch Chakomos Meinung geht wohl
in diese Richtung)
So, nun meine persönlichen Erfahrungen zum Thema Kettenfett usw... ich habe im Lauf der Jahre jetzt alles durchprobiert über verschiedene
Kettenfette(Castrol...bis HKS) sogenannte Trockschmiermittel (Dry Lube) und nun teste ich halt den Scotty.
Soll es unbedingt Kettenfett sein, empfehle ich HKS... ist das beste, meiner Meinung nach. Das Zeug klebt wirklich tierisch... aber es kommt
immer etwas auch auf die Felge usw. und dann klebt es dort ebenso tierisch. Generell ist es halt aufwendiger ne Kette von Hand zu schmieren bei ner Maschine ohne Bockständer.
Der Kettensatz hielt so ca. 25000 km(+/-), problematisch wird es bei längern Touren oder Regen, da die Schmierung dann nicht mehr sicher
gewährleistet ist (Obwohl da Fette noch Vorteile geben über den Trockenschmierungen haben).
DryLube hat mich nicht überzeugen können, sehr kurze Intervalle (max 400km) erhöhter Verschleiss (da es schlicht unmöglich ist die mit sowas 100% geschmiert zu haben unter allen Bedingungen und es sofort ausgewaschen wird). Der Vorteil ist aber ganz klar die Sauberkeit da kommt kein Fett ran.
So nun etwas ausführlicher zum Scotty. Die Grundüberlegung des Schmiersystems ist genau richtig, der Scotty hat aber auch konstruktive Nachteile:
wichtigster:er ist von der Temperatur abhängig, d.h. Sommertags bei 30 Grad im Schatten ist das Öl dünner als bei +5 Grad im Februar, ergo würde bei der gleichen Einstellung des Ölers eine unterschiedliche Menge Öl zur Kette fließen, da er ja über den Unterdruck des Motors gesteuert wird. da würde ein Öler (heist glaube ich hlk 200 oder so ähnlich... der ist microprozessor gesteuert,ist aber auch Sackteuer) besser fluppen.
Das Öl läst sich Problemlos entfernen(im Gegensatz zu Kettenfetten wie HKS usw)und auch die Kette selber läst sich einfacher reingien, da es nicht klebt wie ne Fliege am Hundehaufen. Der Einbau ist von jedem, der keine zwei linken Hände hat (Gruss nach Löhne..:-)) zu schaffen.
Vorteil des Scottys: dauerhafte und gute Schmierung ist gewährleistet. Wirklich geringer Verschleiss. Nachteile: kostet Nerven, die richtige Einstellung zu finden, Temperaturabhängig (müsste also nachgeregelt werden um optimale Schmierung zu gewährleisten( braucht also Erfahrung) und ist auch erstmal nicht unbedingt ein Sonderangebot, allerdings sollte sich das bei der doch erheblich verlängerten Lebensdauer des Kettensatzes (siebenfach halte ich für übertrieben, aber 2/3 fache Lebensdauer scheint mir nach den Erfahrungen meiner Freunde
durchaus machbar)auf Dauer rechen.
Allgemein: wichtig ist, dass die Fettpolster in denn Kettengliedern erhalten bleiben, was auf der Kette klebt von aussen sieht zwar scheisse aus hat aber mit erhöhtem Verschleiß nix zu tun.
Bei den Verwendeten Schmiermitteln kommt es hauptsächlich auf die Kriecheigenschaften an, d.h. die Fähigkeit des Mittels in kleinste Zwischenräume einzudringen.
Abschließend: die optimale Schmierung musss jeder für sich selber finden, da gehen die Meinungen doch deutlich auseinander. Vor- und Nachteile gibt es bei allen Systemen und man muss halt abwägen, was einem wichtiger ist.... ansonsten empfehle die Umrüstung auf Zahnriemen (VH in Oldenburg zb.) ist aber bei Supersportlern Konstruktionsbedingt schwierig bis unmöglich.
gruss
Hinni
hinnerk@ninjaclub.de